In voller Aktion mit dem Kanu in den Alpen – Wildwasser und Wasserspritzer. Quelle: Björn Jacob, www.geocouch.de

Tipps für die Bearbeitung von Action Videos

Beim letzten Skiausflug haben Sie spektakuläre Aufnahmen mit Ihrer GoPro gemacht oder möchten Ihre Sportstunts besonders in Szene setzen? Für ein Action Video sind nicht nur gelungene Aufnahmen wichtig, auch das Schneiden und Bearbeiten gehört dazu. Wie Sie Ihr Material professionell schneiden können, erfahren Sie in unseren fünf Tipps für die Bearbeitung von Action Videos.

1. Die Planung

Sie kommen vom Abenteuer-Urlaub nach Hause und voller Vorfreude laden Sie sogleich Ihre GoPro-Aufnahmen auf Ihren Computer. Nach kurzem Anschauen ist klar – das wird ein tolles Urlaubsvideo!

Doch gedulden Sie sich noch einen Moment. Statt einfach drauflos zu schneiden, nehmen Sie sich besser ein wenig Zeit und machen sich ein Paar Gedanken dazu, wie das Video am Ende aussehen soll. So sparen Sie sich beim Zusammenschneiden viel Mühe und Zeit und kommen schneller zu einem Ergebnis, auf das Sie stolz sein können.

Vor dem Schneiden sollten Sie zunächst das ganze Material sichten und ein Storyboard erstellen. Schreiben Sie sich auf welche Clips Sie besonders gelungen fanden, das erspart am Ende langes Suchen nach den gewünschten Aufnahmen. Setzen Sie diese dann in eine stimmige Reihenfolge. Lassen Sie sich dabei Zeit und probieren Sie verschiedene Kombinationen aus – Ihrer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!

Wie Sie sehenswertes Material mit der GoPro aufnehmen, erfahren Sie in unserem Artikel „Tipps für Action Videos“.

2. Die Musik

Vor dem eigentlichen Schnitt sollten Sie sich für die passende Musik entscheiden. Diese sollte sorgfältig ausgewählt werden, denn danach richten sich das Tempo des Schnitts und die Stimmung, die durch das Video transportiert wird. Mit Originaltonaufnahmen Ihrer selbstgedrehten Clips sollten Sie sparsam umgehen, denn durch diese wird meist wenig Spannung erzeugt und das Video wirkt am Ende etwas langweilig. Sie haben aber die Möglichkeit, die Tonaufnahmen künstlerisch einzusetzen und zum Beispiel am Anfang als kleine Einleitung in das Geschehen zu benutzen.

Hier ein Beispiel.

Bei der Auswahl der Musik sollten Sie unbedingt auf die Lizensierung achten. Wichtig wird dies, wenn Sie Ihre kleinen Meisterwerke auf Internetplattformen wie YouTube oder vimeo hochladen möchten. Informieren Sie sich also gut über die Lizenz Ihrer ausgewählten Musikstücke und schauen Sie auch auf den Internetseiten freemusicarchive.org und shutterstock.com vorbei, die lizenzfreie Musik anbieten.

3. Der Schnitt

Nach der Vorbereitung geht es endlich ans Schneiden! Ein Action Video ist meist eine Art Zusammenfassung eines ganzen Tages, vom Packen der Ausrüstung bis zu den ausgeführten Stunts. In der Regel sind solche Filme zwischen einer und drei Minuten lang. Beim Schneideprozess sollten Sie sich in die Zuschauer hineinversetzen, die nicht dabei waren. Was würden diese besonders spannend und unterhaltsam finden? Machen die zusammengeschnitten Szenen auch inhaltlich Sinn oder verwirren sie?

Achten Sie auf die Länge der gezeigten Clips. Zu lange Sequenzen aus einer Perspektive können schnell langweilig wirken. Schon beim Dreh sollten Sie unbedingt auf das Filmen aus verschiedenen Blickwinkeln achten, damit das Endergebnis umso spannender wird.

4. Der Feinschliff

Wenn Sie mit dem Rohschnitt Ihres Filmes zufrieden sind, kommt der nächste Schritt: Der Feinschliff. Dabei können Sie Ihrer Kreativität nochmal freien Lauf lassen und Effekte, Texte sowie Übergänge einfügen. Hierbei ist darauf zu achten nicht mit den verschiedenen Bearbeitungseffekten zu übertreiben, denn das kann schnell unprofessionell und albern wirken. Besser sind schnelle und klare Übergänge und das sparsame Umgehen mit Textelementen.

Zu den beliebtesten Effekten gehört die Zeitlupe. Diese hebt besonders atemberaubende Stunts nochmal hervor und zeigt die Aufnahme langsam und im Detail. Das Gegenstück ist der Zeitraffer, bei dem die Abspielgeschwindigkeit erhöht wird. Dafür nimmt man in kurzen Zeitabständen einzelne Fotos auf und schneidet diese dann bei der Bearbeitung des Videos zusammen. Besonders nützlich ist dieser Effekt, wenn Sie beispielsweise die Anreise an den Drehort oder das Zusammenpacken der Ausrüstung zusammenfassen möchten.

5. Inspiration sammeln

Der Prozess zu einem gelungenen Action Video kann sich als mühsamer und zeitintensiver als gedacht erweisen. Besonders wichtig ist, nicht den Mut zu verlieren, denn am Ende wird man mit einem tollen Ergebnis belohnt. Wenn Sie doch einmal die Lust am Schneiden verlieren sollten, verzweifeln Sie nicht! Holen Sie sich Inspirationen aus dem Internet und lassen Sie sich neu motivieren. GoPro zum Beispiel stellt auf dem eigenen YouTube Kanal immer wieder neue spektakuläre Videos online. Vielleicht finden Sie ja eine ganz neue Einstellung, die Sie selbst einmal ausprobieren möchten.

Ansporn gibt auch das Hochladen eigener Videos. Wenn Sie mit einem selbstgemachten GoPro Video besonders zufrieden sind, können Sie dieses auf einer Videoplattform im Internet hochladen, der actionbegeisterten Community präsentieren und Feedback zu Ihrer Arbeit einholen.

Wenn Sie das Video jedoch nur im familiären Rahmen zeigen wollen, gibt es auf YouTube die Möglichkeit, Ihren GoPro-Film als privates Video zu veröffentlichen. So erscheint dieses nicht in der YouTube-Suche und  nur Leute, denen Sie den Link schicken, können das Video sehen.

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