Fotosammlung auf dem Smartphone

Bilder an einem Ort professionell verwalten

Praktische Tipps und Tools für die Organisation des Fotobestands

Moderne Speicherkarten von Smartphone, Digitalkamera und Co. bieten Platz für tausende von Fotos. Doch wie die schier unüberblickbare Masse an Bildern verwalten? Die eigene Fotosammlung an einem Ort aufzubewahren und zu systematisieren ist fast schon ein Muss. Wir zeigen Ihnen, wie das geht und stellen nützliche Tools für die Bildverwaltung vor.

Fotos auf dem PC manuell verwalten

Behalten Sie nur die wichtigsten Bilder. Am besten sehen Sie sich die Aufnahmen direkt am Smartphone oder auf der Kamera an – wenn Sie in den Ferien fotografieren einfach am Abend im Hotelzimmer – und löschen gleich alles, was verwackelt, verdeckt oder überbelichtet ist. Einen zweiten Auswahlvorgang machen Sie dann entweder vor dem Import auf den PC (in der Vorschau) oder danach, dann löschen Sie die Bilder einfach wieder von Ihrem Computer.

Ordnerstruktur

Darüber hinaus ist eine gut überlegte Ordnerstruktur das A und O, wenn man seine Bilder auch nach einiger Zeit schnell auf der Festplatte wiederfinden möchte. Praktisch ist etwa eine Anordnung nach Ort und Datum. Da zum Beispiel Digitalkameras häufig sich wiederholende Bildtitel vergeben, empfiehlt es sich zudem, eindeutige Schlagwörter für jedes Foto zu erstellen. Durch dieses sogenannte Taggen lassen sich einzelne, in Ordner sortierte Fotos einfach wiederfinden. Mehr dazu lesen Sie in unserem Artikel zur Verwaltung und Sicherung von Fotos in unserem anderem Blog Fotos fürs Leben.

Bildverwaltungs-Softwares bewältigen die Bilderflut

Bei umfangreichen Sammlungen ab etwa 10.000 Fotos wird das manuelle Verwalten sehr zeitaufwendig. Hier schaffen moderne Bildverwaltungs-Softwares Abhilfe (Links finden Sie unten). Diese lassen sich einfach installieren und übernehmen den Foto-Upload aus vorher festgelegten Ordnern automatisch. Die praktischen Tools erlauben nicht nur die Kategorisierung von Bildern, sondern erstellen eigenständig Galerien und Präsentationen. Dazu lassen sich komplette Alben in die sozialen Netzwerke einfügen. Viele Bilder-Manager verfügen ausserdem über eine automatische Verschlagwortung, so dass nicht mehr jedes Foto von Hand getaggt werden muss.

Einige Bildverwaltungs-Softwares sind gratis erhältlich, so etwa das beliebte Google-Tool Picasa. Dieses wird aber nicht mehr weiterentwickelt, da es inzwischen von Google Photos abgelöst wurde. Eine kostenfreie Alternative ist das Tool Ashampoo Photo Commander, das neben den grundlegenden Funktionen der Fotoverwaltung auch viele Werkzeuge für die Bildbearbeitung bietet. Aufgrund der zahlreichen Funktionen benötigt man für die meisten Bildverwaltungs-Softwares mittlerweile eine gewisse Einarbeitungszeit. Für Anfänger empfiehlt sich insbesondere der Magix Foto Manager (ab 78 CHF) mit einer leicht verständlichen Bedienung. Bei fachkundigen Fotografen hat sich hingegen Adobe Photoshop Lightroom (ab 129 CHF) mit einem riesigen Funktionsumfang etabliert. Mit der integrierten automatischen Gesichtserkennung etwa lässt sich gezielt nach bestimmten Personen suchen. Dazu hält es zahlreiche Optionen für die professionelle Bildbearbeitung bereit.

Speicherplatz sparen mit Cloud-Diensten

Cloud-Dienste bieten sich an, wenn Speicherplatz für neue Daten geschaffen oder ein Back-Up des Datenbestands ausgelagert werden soll. Schliesslich kann ein Laptop auch mal mit Tee überschüttet oder Opfer eines Diebstahls werden. Cloud-Dienste speichern Daten auf dem Server eines externen Anbieters. Auf diese Weise lässt sich ortsunabhängig von Handy oder Tablet auf die Daten zugreifen - benötigt wird lediglich ein Internetzugang. Der Zugriff vom Smartphone erfolgt über eine App. Einige Anbieter, wie etwa Flickr, Google Photos oder die iCloud von Apple sind speziell für die Organisation von Fotos ausgerichtet. In der Regel haben sie die gleichen Funktionen wie Bildverwaltungs-Softwares. Fotos lassen sich katalogisieren, bearbeiten und mit anderen Nutzern teilen. Die iCloud und Google Photos verfügen zudem über eine praktische automatische Verschlagwortung, welche die Suche nach einzelnen Bildern vereinfacht.

cloud symbol

Cloud-Dienste unterscheiden sich hinsichtlich Speicherplatz und Kosten

In Hinblick auf die verfügbaren Speicherkapazitäten und die damit verbundenen Kosten weichen die verschiedenen Cloud-Dienste allerdings voneinander ab. So beschränkt sich die iCloud auf einen kostenfreien Speicher von lediglich 5 GB. Für eine über die Jahre angewachsene Fotosammlung reicht das kaum aus. Zusätzliche Kapazitäten lassen sich kostenpflichtig buchen, für weitere 50 Gigabyte zahlt man beispielsweise 1 CHF im Monat. Eine deutlich günstigere Option ist Flickr. Der Cloud-Dienst bietet einen Speicherplatz von 1000 Gigabyte kostenfrei an. Auch Google Photos offeriert unbegrenzten Speicherplatz, dies allerdings nur bei einer Bildqualität bis maximal 16 Megapixel. Fotos mit höherer Auflösung werden komprimiert, wobei die Originalfotos im Anschluss vom Google-Server gelöscht werden. Alternativ kann man seine Bilder auch in der ursprünglichen Grösse speichern, dies geht dann aber zu Lasten des verfügbaren Speicherplatzes.

Bedenken beim Datenschutz

Allen Cloud-Diensten gemein ist der eher bedenkliche Umgang mit dem Thema Datensicherheit. So machen die Nutzungsbedingungen der iCloud darauf aufmerksam, dass Fotos entfernt oder beschädigt werden können. Flickr steht darüber hinaus regelmässig in der Kritik, seine Nutzerstatistiken an Drittfirmen zu verschicken. Wer auf einen Cloud-Dienst zurückgreift, sollte sich letztendlich bewusst sein, dass die eigenen Daten nach dem Hochladen auf den Rechnern eines externen Anbieters liegen, so dass Unbefugte darauf zugreifen könnten. An dieser Stelle helfen Programme, welche die Daten schon vor dem Upload verschlüsseln, beispielsweise das kostenfreie Tool Cryptomator. Wer sichergehen möchte, dass europäische Datenschutzbestimmungen geachtet werden, greift auf einen Cloud-Dienst mit Sitz in der Schweiz zurück. Der Swisscom-Dienst mycloud etwa lagert seine Daten ausschliessliche auf Servern in der Schweiz. Ein zusätzlicher Vorteil lokaler Anbieter ist die bessere Erreichbarkeit des technischen Supports.

Fazit

Die Entscheidung für die richtige Art der Fotoverwaltung ist abhängig vom Zeitaufwand, den man für das Organisieren seiner Bilder aufbringen möchte. Bildverwaltungs-Softwares ermöglichen das unkomplizierte Ordnen und Verwalten umfangreicher Fotosammlungen auf dem PC. Auf Nummer sicher geht, wer seinen Foto-Bestand zusätzlich als Back-Up auf einer Cloud speichert.

Tipp für die analoge Bildverwaltung: Gestalten Sie mit den Ifolor Fotobüchern Ihre ganz persönliche Fotosammlung. So haben Sie Ihre Lieblingsbilder jederzeit griffbereit parat.

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