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Mit ein paar einfachen Tricks schiessen Sie gelungene Reisebilder.

Reisefotografie leicht gemacht – Richtig fotografieren in jeder Situation

Ist die benötigte Fotoausrüstung ausgewählt und sicher verstaut, beginnt nun das Abenteuer Reisefotografie. Ungewohnte Lichtverhältnisse können sich hierbei als Herausforderung erweisen und auch die Masse an neuen Motiven kann dich zu neuen und kreativen Fotos inspirieren. Lass dich von deiner Neugier und deinem Instinkt leiten, um mit Freude Ferienfotos zu schießen. Tipps zur technischen Seite des Fotografierens in verschiedenen Situationen haben wir hier zusammengefasst.

Dämmerungsfotografie – Das Spiel mit dem Licht

Der Sonnenaufgang und der Sonnenuntergang bieten einzigartige und wunderschöne Lichtverhältnisse, deshalb lohnt es sich auch im Urlaub früh aufzustehen. Gerade in einer fremden Umgebung kannst du so nicht nur großartige Momente festhalten, sondern neue Details in der Landschaft entdecken. Die besonders harmonischen Lichtverhältnisse eignen sich auch sehr gut für Panorama- und Portraitaufnahmen.

Gegenlicht kann Ihre Dämmerungsfotos noch interessanter machen.

Wenn du dich entscheidest den Sonnenauf- bzw. -untergang zu fotografieren, solltest du dies bereits einen Tag zuvor sorgfältig planen. Beide dauern nur wenige Minuten und somit ist das Zeitfenster des perfekten Fotos begrenzt. Informiere dich vorher über die Himmelsrichtungen und suche dir einen passenden Ort für deine Aufnahmen. Wichtig ist, die Anreisezeit zu messen und diese in die Planung einzubeziehen. Auch ein Blick auf die Wettervorhersage ist lohnend, da nur bei klarem Himmel das Lichtspektakel gut zu sehen ist.

Bist du zur rechten Zeit am rechten Ort, solltest du auf die richtigen Kameraeinstellungen achten. Wähle eine längere Belichtungszeit und halte den ISO-Wert unter 100. Der Belichtungsmesser deiner Kamera kann dir helfen, die richtigen Einstellungen zu wählen. Für die perfekte Schärfentiefe stellst du am besten die Blende auf f/8 oder f/11 an deiner Kamera ein. Ein Stativ könnte dir bei der längeren Belichtungszeit gute Dienste erweisen, da das Foto so nicht verwackeln kann.

ifolor-Tipp:

Wähle lieber eine leicht unterbelichtete Variante für deine Sonnenaufgangs/untergangs-Fotos. Im RAW-Modus deiner Kamera werden alle Belichtungsdetails gespeichert und das nachträgliche Bearbeiten gelingt so besser.

Die Dämmerung kann auch der Street-Photography eine andere Stimmung verleihen.

Der Klassiker – Strand- und Meeresfotografie

Ferien am Strand sind echte Klassiker. Die Faszination des Meeres und der Wellen lässt sich leicht mit der Kamera einfangen, birgt aber auch ihre Tücken. Bevor du deine Kamera mit zum Strand bringst, solltest du für den richtigen Schutz dieser vor Sand und Wasser sorgen. Viele Kamerahersteller bieten Schutzhüllen an, aber auch eine herkömmliche Plastiktüte mit einem Loch für das Objektiv kann vor Wasser schützen. Zudem kannst du einen UV-Filter verwenden, um die Linse vor eindringenden Sand zu schützen.

ifolor-Tipp:

Vermeide am Strand einen Objektivwechsel und schütze deine Kamera vor zu großer Sonneneinstrahlung.

Während du die Wellen beobachtest, musst du dich entscheiden, welchen Effekt du mit deinem Foto hervorheben willst. Du kannst entweder einzelne Wellen festhalten oder das Wasser in seiner Fließbewegung betonen. Um nicht zu nah am Wasser zu fotografieren, wähle in beiden Fällen eine Mindestbrennweite von 80 mm. Eine kurze Belichtungszeit von 1/400 fängt einzelne Wellen gut ein. Die Serienbildfunktion hilft dir, die perfekte Welle einzufangen. Willst du die Kraft des Wassers betonen, lohnt es sich, aus der Froschperspektive abzulichten. Soll das Wasser hingegen weich und fließend erscheinen, ist die Wahl einer langen Belichtungszeit ratsam. So werden die Wellen langezogen und wirken geschmeidig.

Eine Landschaft in Ihrer ganzen Pracht - Panoramafotografie

Der beste Effekt in der Landschaftsfotografie wird durch Panoramafotos erzielt. Viele Kameras, so auch viele Smartphone-Kameras, verfügen über ein spezielles Programm für Panoramafotografie. Diese 180-Grad Aufnahmen der Landschaft werden aus einzelnen Bildern zusammengesetzt. Wichtig hierbei ist, dass die Bilder eine 20%ige Überlappung besitzen müssen, damit die Übergänge reibungslos aneinandergesetzt werden können. So gelingen auch Panoramafotos in der Nachbearbeitung, wenn deine Kamera kein Programm dafür besitzt.

Hast du den richtigen Landstrich für dein Panoramafoto gefunden, lohnt sich der Einsatz eines Stativs mit Panoramastativkopf. Dies ermöglicht es, die Kamera auf dem Stativ zu drehen und somit immer die gleiche Höhe beizubehalten. Um Verzerrungen im Fotografie-Prozess möglichst gering zu halten, solltest du eine kurze Brennweite einstellen. Eine hohe Schärfentiefe, und damit das Einfangen von Details in der Ferne, erreichst du durch eine kleine Blendenweite von f/22. Bei der Einstellung der Belichtungszeit solltest du das Panorama im Ganzen betrachten und den hellsten Fleck als Referenz wählen. Auch hier gilt, lieber eine etwas unterbelichtete Variante aufzunehmen und später nachzubearbeiten. Dies gelingt besser, wenn du die Aufnahmen im RAW-Format speicherst. Achte darauf, dass alle Einstellungen für die gesamte Panorama-Aufnahme gleichbleiben.

Panoramaaufnahmen setzten sich aus vielen Teilfotos zusammen.

Sehenswürdigkeiten – Das «Muss» für jeden Reisefotografen

Jedes Reiseziel bietet aufregende und geschichtsträchtige Wahrzeichen, die Touristen beinah magisch anziehen. Dabei ist es oftmals schwer, stimmungsvolle Aufnahmen von Gebäuden und Sehenswürdigkeiten zu schießen. Einfacher gelingt dies, wenn du auf die «Drittregel» achtest. Viele Kameras – auch Smartphone-Kameras – stellen im Aufnahmemodus ein Raster zur Verfügung. Versuche die Komponenten im Bild so anzuordnen, dass sie 1/3 und 2/3 des Bildes ausfüllen. Auch eine mittige Ausrichtung kann die Schönheit und Symmetrie von Gebäuden betonen. Noch besser gelingen Aufnahmen, wenn du dich an Leitlinien orientieren kannst und so den 3-D Effekt im Foto herauskitzelst.

ifolor-Tipp:

Für Sehenswürdigkeiten eignen sich Weitwinkelobjektive durch ihre Bildbreite sehr gut. Polarisationfiltesr können Spiegelungen, wie zum Beispiel auf Fensterscheiben, unterdrücken und so störende Reflektionen herausfiltern.

Spiele während deiner Aufnahmen mit ungewöhnlichen Perspektiven und nimm dir Zeit für deine Reisefotos. Beachte auch die Details, die andere schnell übersehen. So erhältst du am Ende einzigartige Fotos für deine Sammlung.

ifolor-Tipp:

Beschäftige dich auch mit der Geschichte der Sehenswürdigkeit. Hier finden sich interessante Informationen, die du deinem Album hinzufügen kannst.

Authentische Ferienbilder mit Land und Leuten

Das einzigartige Gefühl, das einem überkommt, wenn man sich in die Ferne begibt, hängt nicht nur mit beeindruckenden Sehenswürdigkeiten und fremden Landschaften zusammen, sondern auch mit den Einheimischen und deren Traditionen. Vorab muss betont werden, dass jeder Fotograf respektvoll mit den Menschen umgehen sollte, die er ablichten möchte. Hierzu gehört auch, dass die Akteure auf dem Foto nach ihrem Einverständnis gefragt werden. Eine Sprachbarriere gibt es hierbei nicht, denn eine einfache Geste auf die Kamera oder das Zeigen des fertigen Fotos reicht meist aus, um sich nonverbal zu verständigen.

Wenn du authentische Reisefotos knipsen möchtest, solltest du an den landestypischen Events teilnehmen – sei es eine Feier oder ein Besuch auf dem Markt. Bleibe beim Fotografieren möglichst unauffällig, um gestellte Fotos zu vermeiden und lerne die Leute zu beobachten, um den richtigen Moment festzuhalten. Am besten eignet sich für solche Aufnahmen ein Kombi-Objektiv von 55-200 mm Brennweite, da damit auch in der Ferne scharfe Aufnahmen gelingen. Passe die Belichtungseinstellungen an die Licht- und Wetterverhältnissen an. Hierfür bietet sich auch der Automatik-Modus der Kamera an, welcher auch für Reisefoto-Anfänger ideal ist.

Respektieren Sie die Einheimischen bei Ihrer Reisefotografie.

Schlechtes Wetter – Die Chance für neue Motive

Lass dich vom schlechten Wetter nicht demotivieren und überwinde dich rauszugehen und die Welt bei Regen zu erkunden. Gerade Regen, Nebel und Gewitter können die Landschaft in einer ganz anderen Stimmung erscheinen lassen. Motive, die du bereits abgelichtet hast, wirken so nochmal anders. Die richtige Vorbereitung in so einem Fall ist wichtig. Wasserfeste Kleidung, eine wasserfeste Fototasche und Objektivhüllen sind hierbei unerlässlich. Du solltest auch Taschentücher und ein Microfasertuch mitnehmen, um Kamera und Objektiv anschließend zu trocknen und zu säubern. Schütze deine Kamera mit einer Plastiktüte vor Regen und verwende eine Streulichtblende, um Regentropfen vom Objektiv fernzuhalten.

Bei schlechtem Licht werden längere Belichtungszeiten nötig. Du solltest deshalb über den Einsatz eines Stativs nachdenken, um Verwischungen auf dem Foto zu vermeiden. Ähnlich wie beim Fotografieren von Wellen kannst du entweder mit einer kurzen Belichtungszeit einzelne Regentropfen einfangen oder mit einer langen Belichtungszeit Bindfadenregen festhalten. Auch Gegenlicht kann beim Fotografieren von Regen nützlich sein, da hier die Tropfen erst richtig sichtbar werden.

ifolor-Tipp:

Nicht nur das Unwetter an sich, sondern auch die erste Zeit danach bietet kreative Motive für Reisefotografen. Halte Ausschau nach einzelnen Tropfen an Blättern und Glasscheiben oder nutze Pfützen für Reflexionen.

Im Regen zu fotografieren macht Spass und inspiriert.

Fazit

Die Reisefotografie bietet neue Motive und Herausforderungen für jeden Fotografen – egal ob Anfänger oder ambitionierter Hobbyfotograf. Lass dich von deiner Umgebung faszinieren und inspirieren und mit ein paar Tricks und Kniffen, machen sich großartige Ferienfotos fast von ganz allein.

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