Porträt-Fotografie

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Porträt-Fotografie

Tipps und Tricks für entspannte Stimmung vor und hinter der Kamera

Eine gelassene Stimmung am Set zu erzeugen, ist gerade mit Amateurmodels eine Herausforderung. Roland Voraberger von Linse2 - romantischen Pärchen bekannt vom ifolor Paar-Fotoshooting, das man jetzt gewinnen kann - hat ifolor ein paar Tipps verraten, mit denen das Fotografieren allen Beteiligten Spaß macht.

„An oberster Stelle steht für uns immer, den Menschen so zu zeigen wie er wirklich ist.“, ist Rolands Devise. Tatsächlich: Eine gelassene Stimmung während eines Shootings zu erzeugen, ist gerade bei Amateuren - und das sind letztlich alle, die nicht hauptberuflich vor der Kamera stehen - eine besondere Herausforderung.

Anders als bei professionellen Models, die es gewohnt sind, auch dann entspannt auszusehen, wenn an ihnen herumgezupft wird, muss man mit Amateuren, wie zum Beispiel einem Hochzeitspaar, wesentlich einfühlsamer arbeiten. Ein angenehmes und vertrautes Gefühl zwischen allen Beteiligten ist das Um und Auf.

„Im einfachsten Fall trinkt man vor dem Shooting gemeinsam einen Kaffee und lernt sich kennen. Als Fotograf ist man ja auch nur ein Mensch, der gern eine schöne Zeit mit anderen verbringt“, erklärt Roland, der als eine Hälfte des Fotografenduos Linse2, das auf Hochzeitsfotografie spezialisiert ist, viel mit Amateurmodels zusammenarbeitet.

„Wenn man Menschen fotografiert, ist ein sicherer und technisch versierter Umgang mit dem Fotoequipment natürlich wichtig“, erläutert der Profi. „Einfühlungsvermögen und soziale Kompetenz sind aber noch wichtiger.“

Ganz wichtig: Reden Sie mit Ihren Models.

Ganz wichtig: Reden Sie mit Ihren Models.

Und das empfiehlt der Profi:

Ängste abbauen

Jedes Amateurmodel ist vor einem Shooting nervös. Diese Angst und Nervosität können Sie mit guter und einfühlsamer Kommunikation auf ein Minimum reduzieren oder beseitigen. Das fängt schon bei einem lockeren Gespräch vorher an. Mindestens genauso wichtig ist die permanente Kommunikation während des Shootings mit dem Model: Nicht nur durch den Sucher schauen und abdrücken, sondern dem Model auch immer wieder positives und konstruktives Feedback geben.

Die Technik beherrschen

Im Eifer des Gefechts passieren immer wieder mal Belichtungsfehler. Je vertrauter Sie mit Ihrem Equipment sind, desto schneller können Sie auf (eigene) Fehler reagieren. Das beugt langen Wartezeiten vor und das Model bleibt entspannt.

Geht’s dem Model gut, geht’s dem Fotografen gut...

...geht's dem Foto gut. Bei einem Fotoshooting sollten Lockerheit, Spaß und das Miteinander(-reden) immer im Vordergrund stehen. So erreichen Sie am schnellsten eine entspannte Körperhaltung und natürliche Gesichter für schöne Fotos.

Selbstsicher auftreten

Strahlen Sie Souveränität aus; die ist ansteckend. Selbstsicherheit heißt aber nicht Überheblichkeit: Kommunizieren Sie mit dem Models immer auf Augenhöhe und bedenken Sie, dass Sie als Fotograf auch nicht jeden Tag vor einer Kamera posieren.

Zeit geben

Natürliche Fotos mit persönlichem Touch brauchen Zeit; planen Sie also großzügig. Das gilt umso mehr, wenn man eine Familie mit Kindern fotografieren möchte.

Posen

Machen Sie die Posen vor, damit klarer wird, was Sie sich vorstellen, oder zeigen Sie ein Handybild mit dem Wunschresultat. Feinfühligkeit zahlt sich aus: Nehmen Sie wahr, was dem Model gefällt und was eher nicht. Gehen Sie auf seine Wünsche und Vorschläge ein.

Ganz wichtig II: Locker bleiben. Alles wird gut.

Ganz wichtig II: Locker bleiben. Alles wird gut.

Modellführung

Sie sollten wissen, was Sie wollen, Ihre Modelle entsprechend anleiten und die richtigen Hinweise geben, um Pose und Ausdruck zu verbessern. Zeigen Sie die besten bisher gemachten Bilder und erklären dabei, was vielleicht noch besser wirken würde. Meist hilft es, Posen mit „Funktionsgarantie“ schon am Beginn des Shootings zu machen. Zu einem späteren Zeitpunkt können Sie auch etwas Neues probieren.

Begleitung

Begleitpersonen können mehr Sicherheit geben, besonders bei Aufnahmen mit Kindern. Wie immer kommt es auf das Modell an: Manche Menschen lassen sich mitunter zu sehr ablenken bzw. fühlen sich unwohl, wenn ihnen jemand dabei zusieht fotografiert zu werden. Am besten klären Sie das einfach vor Beginn des Shootings.

Ausstrahlung

Auch wenn Sie mal unzufrieden sind, sollten Sie dies keinem Amateur vor der Kamera zeigen. Schauen Sie zum Beispiel keinesfalls kopfschüttelnd auf Ihre Kamera. Bleiben Sie auf jeden Fall motiviert und positiv.

Pausen

Kurze Auszeiten zum Auflockern helfen, wieder konzentriert bei der Sache zu sein und geben Zeit, noch einmal ganz entspannt die nächsten Bilder zu besprechen.

Dauer

An Orten, die den Fotografierten vertraut sind oder wenn wenn der eigene Partner auch auf dem Foto ist, kann man zwar bisschen länger fotografieren, aber irgendwann ist die Luft einfach raus und die Bilder sollten im Kasten sein. Kinder wollen bei Laune gehalten werden und bei Hochzeiten gibt es üblicherweise einen Zeitplan, den man nicht allzu sehr strapazieren sollte. Die wahre Kunst ist häufig also, unter Zeitdruck zu arbeiten, sich das aber nicht anmerken zu lassen.

Über Linse2

Roland Vorarberger und Daniela Pöll sind das Fotografen-Duo Linse2, das die Gewinner des ifolor Paar-Fotoshootings ins richtige Bild setzen wird. Link: Linse2

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