In der Landschaftsfotografie-Ausrüstung kann ein Reisestativ brauchbar sein.

Reisevorbereitungen

Die passende Kamera und Ausrüstung für gelungene Ferienfotos

Nicht immer wird eine Masse an Fotoausrüstung benötigt, um ein schönes Foto zu schießen. Im Alltag eines Fotografen sind für gewöhnlich eine Vielzahl an Objektiven, verschiedenen Kameras, Blitzen und Filtern im Einsatz, um in jeder Situation das beste Ergebnis zu erzielen. Dies wird jedoch zur Herausforderung, wenn eine längere Reise bevorsteht. Sobald die Koffer für die Ferien gepackt werden, stellt sich die Frage: Was muss ich für meine Reise mitnehmen, um mit großartigen Bildern wieder heimzukehren?

Damit Sie die passende Auswahl des Kameraequipments für Ihre Reise treffen können, sollten Sie zunächst für sich selbst die folgenden Fragen beantworten: Wohin werde ich verreisen und was möchte ich dort hauptsächlich fotografieren?

Anhand der Antworten auf diese beiden Fragen grenzt sich die Auswahl an möglicher Fotoausrüstung, die Sie benötigen, bereits ein. Hier geben wir Ihnen eine Übersicht über die wichtigsten Entscheidungsoptionen:

Welche Kamera eignet sich für meine Reise?

Die Wahl der richtigen Kamera für Ihre Reise hängt maßgeblich von der Art Ihrer Ferien ab und welche Motive Sie festhalten wollen. Beabsichtigen Sie einen Städtetrip zu unternehmen und Sehenswürdigkeiten zu fotografieren oder haben Sie Trekkingferien geplant und haben vor, Landschaftsfotos zu schießen? Zudem sollten Sie sich Gedanken darüber machen, welche Wetterverhältnisse herrschen könnten. In der nachfolgenden Liste haben wir die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Kameratypen im Hinblick auf ihre Reisetauglichkeit für Sie zusammengefasst:

Die Digitale Spiegelreflexkamera (DSLR):

Die DSLR ist auf Reisen ein echter All-Rounder. Durch ihre vielen Einstellungsmöglichkeiten und den optischen Zoom kann man in fast allen Situationen großartige Reisefotos schießen. Der größte Nachteil dieser Kamera ist allerdings ihre Größe und ihr Gewicht. Daher ist sie weniger gut geeignet für Outdoor-Aktivitäten.

Die Spiegelreflexkamera ist ein treuer, aber schwerer Begleiter auf Reisen.

Vorteile:

  • Die vielen verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten der DLSR ermöglichen es, in verschiedensten Situationen und Lichtverhältnissen zu fotografieren.
  • Die Objektive können jederzeit ausgewechselt werden. Somit kann die Kamera an jede Situation neu angepasst werden.
  • Der optische Zoom einer DSLR kann für qualitativ hochwertige Vergrößerungen gut genutzt werden.
  • Der Teil-/Vollautomatikmodus hilft dabei, schnell ein Foto zu schießen, wenn man nicht die Zeit hat über Einstellungen nachzudenken. Deshalb ist dieser Kameratyp auch sehr gut für Anfänger geeignet.
  • Durch den eingebauten Spiegel bleibt der Bildsensor bei einem Objektivwechsel vor Wettereinflüssen geschützt.

Nachteile:

  • Die DSLR ist im Vergleich zu anderen Kameras sehr groß und benötigt dementsprechend viel Platz im Reisegepäck.
  • Auch im Punkt Gewicht hat die DSLR einen klaren Nachteil. Gerade bei Aktivferien kann die DSLR schnell zur Last werden.

Die Digitale Systemkamera (DSLM):

Die Systemkamera steht der Spiegelreflexkamera im Punkt Qualität nicht nach. Durch ihr kleines und leichtes Format ist sie als Reisefotografie-Kamera gut geeignet. Allerdings ist die Auswahl an Objektiven geringer und Wettereinflüsse können sich erheblicher auf den Bildsensor auswirken, was bei Outdoor-Fotografie zum Hindernis werden kann.

Vorteile:

  • Durch ihre Kompaktheit und ihr geringes Gewicht ist die DSLM ein guter Begleiter auf Aktivreisen.
  • Die DSLM besitzt im Gegensatz zur DSLR keinen Spiegel. Dadurch gelingen Serienaufnahmen schneller und besser.
  • Es ist auch einen Wechsel der Objektive möglich, die oft auch kompakter sind als DSLR Objektive.

Nachteile:

  • Die Auswahl an Objektiven für DSLM Kameras fällt geringer aus als bei DSLR Kameras.
  • Durch den elektronischen Sucher wird viel Akku-Leistung verbraucht. Ersatz-Akkus sind daher ein «Muss» auf Ihrer Reise.
  • Da der DSLM der Spiegel hinter dem Objektiv fehlt, ist der Bildsensor nicht vor Wettereinflüssen beim Objektivwechsel geschützt.
Systemkameras und Actionkameras sind gute Alternativen auf Ihrer Reise.

Die Actionkamera:

Die Actionkamera ist die go-to Reisekamera, wenn es um Abenteuerferien geht. Durch ihre geringe Größe und das eingebaute Objektiv ist sie sehr robust und hält auch einem Sturz ohne Probleme stand. Allerdings muss man aufgrund der kleinen Größe auch mit einer niedrigen Akkulaufzeit und weniger Aufnahmemöglichkeiten rechnen.

Vorteile:

  • Wie der Name verrät, sind Actionkameras für Outdoor-Aktivitäten entwickelt worden. Sie sind daher sehr robust und widerstandsfähig.
  • Durch ihre geringe Größe und Leichtigkeit ist sie perfekt für unterwegs.
  • Viele Actionkameras sind auch für Unterwasseraufnahmen geeignet.

Nachteile:

  • Die Objektive sind nicht wechselbar.
  • Durch das kleine, festverbaute Objektiv wird nur ein geringer Zoom erreicht.
  • Die Akkulaufzeit ist sehr gering bei Actionkameras, da in ihr kompaktes Gehäuse nur kleine Akkus eingesetzt werden können. Die Mitnahme von Ersatz-Akkus ist daher zu empfehlen.
  • Die Foto-Qualität ist in der Regel geringer als die einer DSLR oder DSLM.

Welches Kamerazubehör sollte ich einpacken?

Da der Platz im Koffer und in Ihrer Fototasche begrenzt ist, sollten Sie beim Packen in erster Linie auf Effizienz und Gewicht achten. Nehmen Sie wirklich nur die Fotoausrüstung für Ihre Reise mit, welche Sie auch garantiert benutzen werden und setzen Sie sich konkrete Ziele, die Sie bei Ihrer Reisefotografie erreichen wollen. Vieles lässt sich später in der Bildbearbeitung ändern und verbessern.

Unerlässlich auf der Packliste sind Ersatz-Akkus und weitere Speicherkarten, denn ohne Strom und Speicherplatz können Sie Ihre Ferienmomente nicht mehr ablichten. Zudem sollten Sie natürlich das Ladegerät der Kamera einpacken.

ifolor-Tipp

Wenn der Hauptfokus der Ferien auf die Reisefotografie fällt, ist auch ein Batteriegriff empfehlenswert. Dieser ermöglicht es, einen zweiten Akku anzuschließen und die Kamera wird so doppelt so lang mit Strom versorgt.

Bei der Auswahl der passenden Reisefotografie-Objektive sollten Sie zuerst überlegen, was Sie auf Ihrer Reise fotografieren möchten, um das Gepäck leicht und funktional zu halten. Bei Landschaftsaufnahmen empfehlen sich durch ihre Bildbreite natürlich Weitwinkelobjektive und für Detailaufnahmen Makro-Objektive. Vergessen Sie für sonnige Ferienziele nicht die Gegenlichtblende. Weitere nützliche Hinweise zur Wahl des richtigen Objektivs und Tipps für Ihre Reisefotografie finden Sie hier.

ifolor-Tipp

Nehmen Sie ein Microfasertuch zum Reinigen Ihrer Objektive und Ihrer Kamera mit. Dieses säubert die Linsen, ohne sie zu zerkratzen.

Auch Filter können sich für Ihre Ferienfotos als nützlich erweisen. Durch ihr geringes Gewicht stören sie nicht in der Fototasche. Zu empfehlen ist ein Polarisationsfilter, der Spiegelungen unterdrückt und so besonders zum Fotografieren von Wasser oder zum Ablichten von Sehenswürdigkeiten geeignet ist. Auch ein hochwertiger Grauverlaufsfilter kann ein guter Begleiter bei Landschaftsfotografien sein, weil er die Belichtungsunterschiede zwischen Himmel und Landstrich ausgleichen kann. Gerade für Panoramaaufnahmen sollten Sie überlegen, ein kleines, kompaktes Reisestativ mitzunehmen. Fotos mit langer Belichtungszeit gelingen so besser.

Die Fotoausrüstung sollte kompakt und leicht sein.

Wie transportiere ich meine Kamera samt Zubehör richtig?

Der sichere Transport Ihrer Kamera ist wichtig, damit nichts zu Bruch geht. In Menschenmengen oder auf unwegsamen Gelände sollte die Kamera immer sicher am Körper befestigt sein. Dies erreichen Sie durch das Anbringen der Handgelenksschlaufe und/oder des Tragegurtes an der Kamera.

Wenn Sie die Kamera gerade nicht benötigen, kann sie in einer Kameratasche oder einem Fotorucksack verstaut werden. Wenn diese geräumig gewählt werden, können sogar die ausgewählten Objektive noch Platz finden. Andernfalls sind auch extra Objektivtaschen erhältlich oder sogar Objektivgürtel, die einen schnellen Zugriff auf die Wechselobjektive ermöglichen. Bei Reisen in Wassernähe sind Neopren-Hüllen für Objektive praktisch.

Auf Flugreisen empfiehlt es sich, die empfindlichen Teile der Fotoausrüstung, wie den Kamerabody und die Objektive, im Handgepäck mit sich zu führen. Neopren-Tücher können verwendet werden, um Objektive und die Kamera einzuschlagen und im Handgepäck zu verstauen. Manche Airlines erlauben im Flugzeug auch das Mitführen einer extra Kameratasche. Informieren Sie sich deshalb bei Ihrem Anbieter, ob das für Sie eine Option ist.

Ein Fotorucksack bietet Schutz und Stauraum für Objektive.

Das Smartphone als Reisebegleiter

Es ist immer dabei und schnell zur Hand, wenn ein Moment festgehalten werden soll. Das Smartphone ist schon fester Bestandteil unseres Alltags geworden und kann auch für die Reisefotografie genutzt werden. Fotozubehör, welches früher nur für normale Kameras hergestellt wurde, ist heute auch für das Smartphone erhältlich. Zum Beispiel gibt es eine Reihe an verschiedensten externen Objektiven, die man an die Smartphone-Kamera anbringen und so ganz leicht auch Makro- und Weitwinkeleffekte erzielen kann.

Die besten Aufnahmen gelingen mit dem Smartphone übrigens bei ausreichend Tageslicht. Allerdings kann man auch die Smartphone-Kamera mit einem zusätzlichen Blitz ausrüsten, wenn die Nacht hereinbricht. Für besondere Perspektiven kann ein Selfie-Stick sorgen und natürlich ist er die erste Wahl bei Gruppenaufnahmen. Da der Gebrauch der Kamera den Smartphone-Akku sehr belastet, denken Sie auch daran, eine Powerbank einzupacken.

Fazit

Egal ob Spiegelreflexkamera, Actioncam oder Smartphone: Mit jeder Kamera können schöne Ferienfotos gelingen. Treffen Sie bei allen Varianten eine reduzierte Auswahl an Zubehör und Objektiven und überlegen Sie, wie Sie den sicheren Transport organisieren. Dann steht Ihren großartigen Ferienfotos nichts mehr im Weg.

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